Unsere Grundausstellung namens Unter den Fittichen eines Adlers berichtet über das Leben in einem kleinen Ort, dessen Puls im Takt der fabrikseigenen Maschinen schlägt.

Am Fuß des Schornsteines der Papierfabrik lernt man den Alltag und den Sonntag von Patronen und Arbeitern kennen. Ausgehend von der Anstellung eines Arbeitnehmers begleitet die Ausstellung die Besucher ins Kontor, in den Wald und in die Fabrik, zu den Kollegen und ins Geschäftsleben.
Die Fabrik hat nämlich nicht nur Papier veredelt, sondern auch die Architektur, die Kunst und die komplette Gemeinschaft. Die Papierfabrik spielte eine große Rolle im gesamten Leben der Menschen, von der Geburt bis zum Tode.
In der Ausstellung werden die Besucher mithilfe einer interaktiven Ausstellungstechnik durch die Zeit bewegt, und sie begegnen Menschen inmitten stürmischer Geschichte und alltäglichen Ereignissen. Nehmen Sie einfach den Hörer ab und drehen Sie das Lenkrad: Wählen Sie ein Objekt aus, für das Sie sich interessieren und schenken Sie den Geschichten Gehör. Machen Sie sich mit den sprechenden Holzfiguren bekannt; testen Sie Ihre Fähigkeiten als Unternehmensleiter zu Beginn des 20. Jahrhunderts - oder blicken Sie durch die Luken in das Reich der Serlachius.
Besichtigen Sie unsere Ausstellung Raum für Raum: Viele Räume können Sie auch virtuell anhand von Panoramen besuchen!
Entstehungsmythos
Der Apotheker G. A. Serlachius kam im Jahre 1868 nach Mänttä, um eine Holzschleiferei zu gründen. Die Fertigung von Papiermasse aus Holz war die Spitzentechnologie der damaligen Zeit. Der Wunsch nach schnellem Reichtum zog überall in Finnland Geschäftsleute zu den Stromschnellen. Herrn Serlachius bereiteten die Fabriken in Mänttä aber mehr Sorgen als Vermögen. Für die Stadt Mänttä aber war die Gründung der Papierfabrik das wichtigste Ereignis ihrer bisherigen Geschichte. Die Ortschaft entwickelte sich allmählich zu einem typischen finnischen von der Papierindustrie geprägten Ballungsgebiet, wo das Leben zu den Bedingungen der Serlachius-Gesellschaft und unter den Fittichen des Adlers im Serlachius-Logo gestaltet wurde.
Vier Generationen lang haben die Serlachius die Serlachius Oy geleitet. Die Einwohner von Mänttä wuchsen Generation für Generation mit der Identität auf, Männer und Frauen der Fabrik zu sein. Zugleich ist die Serlachius Oy gewachsen: Es wurden die in Tampere ansässige Kartonfabrik Tako, die in Jyväskylä niedergelassene Papierfabrik Kangas, das Sägewerk Kolho und zahlreiche andere Fabriken in anderen Ortschaften erworben. Mänttä wurde zum Zentrum eines landesweiten Forstindustriekonzerns.
Als Gösta Serlachius in den 1930er Jahren für seine Gesellschaft einen neuen Hauptsitz bauen ließ, wurde Wert darauf gelegt, dass die Entstehungsgeschichte der Gesellschaft beim Bauen berücksichtigt wird. Daher wurde ein Fries gemalt, der das Ankommen des Patrons, das Bauen der Holzschleiferei und den Beginn der Produktion und des Handels schilderte.
Der Fries wurde von einem Künstler namens Lennart Segerstråle gemalt. In seinem Gemälde verlieh er der Entstehungsgeschichte der Fabriken mythische Töne, indem er die Entschlossenheit des Patrons und die Beharrlichkeit seiner Arbeiter unter den anspruchsvollen Bedingungen akzentuierte.
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Stromschnelle, Holz und Menschen
Warum hatte G. A. Serlachius sich ausgerechnet für Mänttä entschieden? Es waren drei Faktoren, die ihn zu dieser Ortschaft zogen: Energie, Rohstoff und Verfügbarkeit von Arbeitskraft.
In Mänttä befand sich eine Stromschnelle, die Herr Serlachius preiswert erwerben konnte, viel günstiges Holz zur Herstellung von Holzschliff und genügend Einwohner, aus deren Reihen sich Arbeitnehmer für die Holzschleiferei rekrutieren lieβen. Aus diesen Bausteinen entstand die für Mänttä typische Industrie.
Die Installation im Ausstellungsraum präsentiert die Ausgangspunkte der Industrie in Mänttä.
Herzlich willkommen!
Stellen Sie sich einen Moment vor, Sie selbst wären in den 1950er Jahren auf Arbeitssuche zu den Fabriken in Mänttä gekommen.
Hätte die Gesellschaft Sie angestellt, hätten Sie als Erstes ein kleines Büchlein namens Willkommen in den Fabriken von Mänttä in die Hand gedrückt bekommen. Die Hauptfigur, Herr Matti Mänttäläinen (= Mänttäner), hätte Ihnen alles Wichtige über die Gesellschaft und über Mänttä erzählt.
Anhand der mechanischen Multimedienstationen im Ausstellungsraum haben Sie die Möglichkeit zu besichtigen, wie Herr Mänttäläinen zu seiner Zeit die neuen Mitarbeiter in die Gepflogenheiten der Gesellschaft einführte.
Zudem können Sie im Ausstellungsraum erforschen, wie Holz zu Papier veredelt wird. Sie können auch ein Kunstwerk bewundern, für das die erste Papiermaschine, mit der in Mänttä Fettpapier hergestellt wurde, Modell stand.
Bei der Arbeit
Ein Großteil der Familien in Mänttä hat ihren Unterhalt traditionell von der Gesellschaft, die G. A. Serlachius gründete, erhalten. Die Einwohner von Mänttä haben in den Wäldern, Büros, Laboren und hinter den Verkaufstheken der Gesellschaft gearbeitet. Eine ähnliche Arbeit wurde auch an den anderen Standorten der Gesellschaft (Tampere, Jyväskylä und Kolho) geleistet.
Der eigentliche Inhalt der Arbeit variierte stark während der verschiedenen Zeitalter. Zu Zeiten von G. A. Serlachius wurde die Arbeit im Allgemein in der Praxis gelernt; es gab keine spezifische Schulung. Später wurden für die Bewältigung der Aufgaben gewisse Fähigkeiten und Kompetenzen erforderlich, die vermehrt nach einer spezifischen Schulung verlangten.
Im Laufe der Zeit haben sich auch die Werkzeuge enorm entwickelt. Während der industriellen Umbruchphase waren die Maschinen, die Geräte und die Hilfseinrichtungen groß, umständlich und gefährlich. Die technische Entwicklung hat die Werkzeuge immer stärker an den Bedürfnissen der Arbeitnehmer angepasst.
Anhand der Installationen dieses Ausstellungsraumes können die Besucher sich mit den vielfältigen Aufgaben, die der Forstwirtschaftskonzern seinen Arbeitnehmern anzubieten hatte, vertraut machen. Weiterhin sind unterschiedliche alte und auch modernere Werkzeuge zur Schau gestellt.
Familiennachrichten der Gemeinschaft
Ingenieure, Vorarbeiter, Kontoristen, Maschinenbetreiber, Mitarbeiter bei der Zellstoffherstellung, Sortierer, Waldarbeiter, Bauleute, Pförtner, Laufburschen - in Mänttä und an anderen Fabriksstandorten der Serlachius-Gesellschaft haben die Menschen viele unterschiedliche Tätigkeiten ausgeübt.
In diesem Ausstellungsraum hören Sie dramatisierte Geschichten, aber sie beruhen gröβtenteils auf wahren Begebenheiten der Menschen.
Die Schicksale der Menschen, die auf der Wand abgebildet sind, sind hingegen alle wahr. Biografien der Finnen, die bei Serlachius in Mänttä und an anderen Standorten beschäftigt waren, sind unter anderem in der Spalte „Familiennachrichten der Gemeinschaft" der Fabrikzeitung „Fabrik und wir" aufbewahrt worden. Die besagte Spalte diente dazu, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Fabrik vorzustellen, die einen Ehrentag feierten.
Die Patrone von Mänttä
In der Geschichte finnischer Forstindustrie spielen die Familienunternehmen eine zentrale Rolle. Die Patrone strebten danach, ihre Söhne zu ihren Nachfolgern zu erziehen. Sie haben die Früchte ihrer Arbeit gern an ihren eigenen Nachwuchs übergeben.
Auch die G. A. Serlachius Oy war ein Familienunternehmen. Auch wenn die Leiter wechselten, gab es immer einen Serlachius an der Spitze. Für die Einwohner von Mänttä waren die Serlachius lange Zeit die zentralen Figuren nicht nur in der Aktiengesellschaft, sondern auch in der Gemeinschaft.
Die vier Serlachius - G. A., Gösta, R. Erik und Gustaf - leiteten die Gesellschaft nach dem jeweiligen Zeitgeist. Als Ergebnis der Arbeit, die die Familie Serlachius und ihre Arbeitnehmer leisteten, erwuchs aus der kleinen Holzschleiferei zuerst eine große Papierfabrik, dann ein landesweit operierender Forstwirtschaftskonzern. Die Erweiterung und die technische Entwicklung resultierten in einem nahezu ständigen Produktionswachstum. Schließlich fusionierte die Gesellschaft mit einem Konkurrenten zu einem gigantischen Konzern mit weltweiter Produktion und Betriebstätigkeit.
In diesem Ausstellungsraum können Sie die verschiedenen Führungsstile der vier Serlachius kennen lernen. Teilen Sie mit G.A. Serlachius Freude und Leid - oder schlüpfen Sie in die Schuhe von Gösta Serlachius, als er die Gesellschaft erweiterte. Sie können aber auch miterleben, wie R. Erik Serlachius es fertig brachte, die Produktion der Gesellschaft zu vervielfachen und hören, wie die Fusionierung der Gesellschaft unter Führung von Gustaf Serlachius durchgeführt wurde.
Reich der Serlachius?
Im Mänttä der G. A. Serlachius Oy wurde immer - je nach Blickwinkel - entweder im Licht oder im Schatten der Fabrik gelebt.
Die zentrale Position der Fabriken, das Patriarchat der Patrone und die sozialen Aktivitäten der Fabriken führten dazu, dass ein Individuum in Mänttä in beinahe allen möglichen Lebensbereichen einen Bezug zur Serlachius Oy hatte.. Aus geschichtlichen Gründen übernahm die Gesellschaft auch viele Aufgaben, für die normalerweise die Gemeinden oder der Staat zuständig waren.
Die Situation änderte sich erst in den 1970er Jahren, als die Serlachius Oy systematisch danach strebte, sich von ihren gemeinschaftlichen Verpflichtungen zu lösen.
In diesem Ausstellungsraum befindet sich ein gigantischer „Weihnachtskalender", hinter dessen Fenstern die gesellschaftliche Geschichte von Mänttä zum Vorschein kommt.
Schwere Zeiten
Die Papierproduktion und das normale Leben in Mänttä sind drei Mal wegen Kriegen unterbrochen worden: im Jahre 1918 wegen des finnischen Bürgerkriegs, in den Jahren 1939-1940 wegen des sog. Winterkriegs sowie 1941-1944 wegen des Fortsetzungskriegs zwischen Finnland und der Sowjetunion.
Selbst wenn das eigentliche Kriegsgeschehen zum Großteil anderswo stattgefunden hat, haben die Krisenzeiten das Leben in Mänttä auf vielerlei Weise beeinträchtigt. Als die Männer im Krieg waren, mussten die Frauen die Verantwortung für den Betrieb der Fabriken übernehmen. Auch Teile der Produktion der Fabriken wurden auf die Produktion von Kriegsmaterialien umgestellt.
Die Installation dieses Ausstellungsraumes schildert die Einwirkungen der Kriegszeiten auf die Menschen und das gesellschaftliche Leben in Mänttä. Viele Gegenstände, sowohl die Kriegsbeute als auch die Gegenstände, die die Menschen zu Hause als Handarbeit als kleine Abendbeschäftigung anfertigten, zeugen vom Alltag in Kriegszeiten.
Auf Reisen!
Während der Ära von G. A. und Gösta Serlachius war eine Auslandsreise nur für die Wohlhabendsten möglich. Sie sind sowohl geschäftlich als auch zum reinen Vergnügen auf Reisen gegangen.
Seit den 1960er Jahren ist das Reisen aber demokratischer geworden: Auch die Mitarbeiter der Fabrik konnten ihren Urlaub nun unter der Sonne des Südens verbringen.
Zugleich hat Mänttä auch Besucher aus dem Ausland angelockt. Die berühmten Gäste haben Exotik und Farbe in das Leben in Mänttä gebracht.
Dieser Ausstellungsraum stellt einen Bahnhof in Paris und in Mänttä dar. Anhand der Bahnhöfe wird die Geschichte der Reisenden in Mänttä und anderswo in der Welt vorgestellt.
Mänttä feiert
Als Gegengewicht zur Arbeit spielte das Feiern in Mänttä schon immer eine wichtige Rolle. Bei Jubiläen der Patrone und der Gesellschaft wurden spektakuläre Feierlichkeiten veranstaltet. Auch weitere Volksfeste werden seit dem 19. Jahrhundert organisiert. Im Laufe der Zeit werden neben gemeinsamen Festen eine ganze Menge von gebührenpflichtigen Unterhaltungsveranstaltungen organisiert.
Anhand der Installation in diesem Ausstellungsraum können Sie sich mit der heiteren Festtradition der Einwohner in Mänttä bekannt machen. Im Erinnerungsalbum können Sie viele historische Feste in Mänttä detailliert betrachten.
Bebauungsplanung von Mänttä
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann G. A. Serlachius damit, Häuser in Mänttä zu erwerben, um das Siedlungsgebiet den Bedürfnissen der Fabrik entsprechend entwickeln zu können. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Serlachius Oy im Besitz von nahezu allen Landflächen in Mänttä und den benachbarten Gebieten. Die heutige Stadtmitte wurde nach und nach auf dem Land gebaut, das in den Besitz der Gesellschaft übergegangen war.
Nachdem die Gesellschaft das Land besaß, hat sie eine aktive Stadtplanung betrieben. Die industrielle Gemeinschaft von Mänttä bildete sich zum Großteil in den 1910er und 1920er Jahren während der Ära von Gösta Serlachius. Er zeigte großes Interesse an der Siedlungsplanung und setzte sich das Ziel, Mänttä zu einer idealen, dem Zeitgeist entsprechenden Industriegemeinschaft zu entwickeln.
Die Bebauungspläne für Gösta Serlachius entwarfen die Architekten seines Vertrauens, zuerst Valther Thomé, dann W. G. Palmqvist und schließlich Heimo Kautonen.
In diesem Ausstellungsraum haben Sie die Möglichkeit, die Geschichte der Stadtplanung in Mänttä kennen zu lernen.
Architekten von Serlachius
Die wichtigsten Gebäude von Mänttä wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Zusammenarbeit zwischen Gösta Serlachius und den damaligen Spitzenarchitekten Finnlands errichtet. Mänttä wird oft als Schöpfung von Gösta Serlachius bezeichnet.
Bestenfalls verlief die Zusammenarbeit zwischen Serlachius und seinen Architekten als eine Arbeitspartnerschaft; die Vorhaben wurden kreativ und flexibel vorangebracht. Schlimmstenfalls verlief die Zusammenarbeit aber so, dass der Bauherr selbst in die kleinsten Einzelheiten eingriff und die Kompetenz des Architekten in Frage stellte, was oft dazu führte, dass sich die Wege der Kooperationspartner trennten. Nach Auffassung des Herrn Serlachius hatte der „Architekt der Serlachius Oy" sich für jede Arbeitsaufgabe zu interessieren; angefangen bei der Stadtplanung bis zu den Fabrikgebäuden, Repräsentationsgebäuden, Wohngebäuden und klitzekleinen Schuppen.
In dem im Ausstellungsraum gebauten Studio eines Architekten können Sie mit der Zusammenarbeit zwischen Gösta Serlachius und seinen Architekten samt den Ergebnissen vertraut machen.
Wohnungsproduktion der Serlachius Oy
Bei der Erbauung von Mänttä strebten die Serlachius danach, die Siedlung um das Fabrikgelände zu einer ästhetisch und funktional zweckmäßigen Gesamtheit zu gestalten. Die Serlachius verstanden, dass die Wohnbedingungen der Arbeitnehmer weitgehend zum Wohlstand des Unternehmens beitrugen.
In Mänttä sind oft schwere Probleme mittels Wohnungspolitik gelöst worden: Die Ortschaft hatte zunächst unter einem erheblichen Wohnungsmangel gelitten, weil der Bedarf an Arbeitskraft das Wohnungsangebot der Siedlung überschritten hatte.
Eine dauerhafte Lösung des Wohnungsproblems war eines der wichtigsten Ziele bei der gesellschaftlichen und sozialen Tätigkeit der Serlachius Oy. In diesem Ausstellungsraum befindet sich ein Wohnungsmessestand, in dem die Gesellschaft über Ideen und Ideologien in Bezug auf das Wohnen berichtet.
Mänttä - eine verschwundene Ortschaft
Insbesondere in den 1960er und 1970er Jahren wurden in Mänttä mehrere Gebäude abgerissen, die das Stadtbild sehr stark geprägt hatten. Die Form der Stadt änderte sich drastisch, weil die alten Häuser gezwungen waren, vor den neuen Häusern zu weichen.
Die Debatte über das Schicksal des alten Stadtbildes wurde in Mänttä in den 1970er Jahren eingeleitet, als überlegt wurde, die alten Holzhäuser in der Nähe des Bahnhofs abzureißen. Danach veränderte sich die allgemeine Auffassung allmählich und man stand der Erhaltung der Gebäude positiv gegenüber. Viele Häuser, die vom Abriss bedroht waren, blieben verschont und wurden renoviert.
In diesem Ausstellungsraum können Sie anhand der Miniaturmodelle viele schon längst abgerissene Häuser in Mänttä besichtigen.
Das Weiße Haus
Das Weiße Haus, das Gösta Serlachius bauen ließ, fungierte von 1934 bis zur Fusionierung der Gesellschaft mit Metsäliiton teollisuus im Jahre 1986 als Hauptsitz der G. A. Serlachius Oy. Für den Entwurf des Hauses waren die Architekten, die Gebrüder Bertel und Valter Jung zuständig, mit Herrn Warner Silfversparre als Oberingenieur der Gesellschaft und Herrn Gösta Serlachius selbst als Vertreter der Gesellschaft.
Das Gebäude ging im Jahre 2000 in den Besitz der Gösta-Serlachius-Kunststiftung über. Danach wurde es zu Museumszwecken umgebaut und im Mai 2003 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Dieser Ausstellungsraum präsentiert Ihnen die Baugeschichte des Weißen Hauses. Darüber hinaus können Sie an den Erinnerungen der Menschen, die zu verschiedenen Zeiten in diesem Haus gearbeitet haben, teilhaben.
Museumszimmer
Das „Allerheiligste" im Hauptsitz der G. A. Serlachius Oy befand sich seit jeher im zweiten Stockwerk des Hauses in Form einer Zimmerreihe, in der die oberste Leitung der Gesellschaft arbeitete.
Die Zimmer wurden mithilfe von ursprünglichen Möbelstücken rekonstruiert und haben so das Erscheinungsbild der Ära von G.S. angenommen. Das erste Zimmer diente als das Büro der Sekretärin des Geschäftsführers, der selbst im zweiten Zimmer saß. Das dritte Zimmer diente als Versammlungsraum des Vorstandes.
Die in den Zimmern befindlichen Kunstwerke sind ebenfalls ursprünglich und wurden während der Ära von Gösta Serlachius aufgehängt. Zu den Kunstwerken zählen die Folgenden:
- Hannes Autere: Reliefe der Möbel
- - Marcus Collin: eine Triptyche über das Holzfällen, Transport von Holzgut und Beladung eines Schiffes mit Zellstoff
- - Akseli Gallen-Kallela: C.G.E. Mannerheim
- - Alwar Cawén: Die Flößer
- - Verner Thomé: Portrait von Gösta Serlachius
- Unbekannter Künstler: eine Kopie von einem Gemälde Gallen-Kallelas Portrait von G. A. Serlachius
- - Emil Wikström: Fabriken von Mänttä
- - Hjalmar Munsterhjelm: Das erste Zuhause des Kommerzialrates G.A. Serlachius in Mänttä
- - Jonas Bergenheim: Die Stromschnelle von Mänttä
Die Landenge von Mänttä
Als G. A. Serlachius in Mänttä eintraf, befanden sich auf der Landenge an der Stromschnelle einige Häuser, Mühlen und ein einige Jahre zuvor errichtetes Sägewerk. Es begann ein regelrechter Baumboom, der eine völlige Umgestaltung des Gebiets mit sich brachte. Die ersten aus Blockholz gebauten Produktionsanlagen wurden bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts durch Fabriksgebäude aus Ziegelsteinen ersetzt. Indem die Maschinen und Anlagen größer wurden, wurde aus der Landenge nach und nach ein eingezäuntes Industriegebiet.
Mithilfe der in diesem Raum befindlichen vier Miniaturmodelle und den dazugehörigen installierten Multimedienstationen können Sie erforschen, wie Landenge und Stromschnelle von Mänttä in den Jahren 1873, 1901, 1942 und 1986 aussah.

Die Gösta-Serlachius-Kunststiftung hat die bedeutendsten privaten Kunstsammlungen in Nordischen Ländern.