14.6.2009-1.1.2011
In seiner Künstlerleben-Ausstellung stellt Gösta aus seinen Sammlungen viele der Öffentlichkeit bisher verborgene Kunstwerke zur Schau.

In der Ausstellung wird auch das Selbstportrait von Helene Schjerfbeck präsentiert.
Die Kunstwerke dieser Themenausstellung belichten das Leben eines Künstlers und das Entstehen einer Künstleridentität zu verschiedenen Zeiten: emsiges Arbeiten im Atelier, das Sichausbilden, Auslandsaufenthalte, das Leben der Boheme sowie die Bedeutung der Mäzene als Garant für das künstlerische Arbeiten und den Unterhalt.
In einem illusorischen Atelier begegnen wir einem Künstler sowie dem Objekt seines Blickes - dem Modell -, aber auch den Gegenständen, die zur alltäglichen Arbeit des Künstlers gehören: Entwürfe für die kommenden Werke, Modellversuche und -skizzen sowie Werkzeuge. In der „Selbstportraitgalerie" hängen Selbstportraits von Künstlern und Gemälde, auf denen Künstlerkollegen und Familienmitglieder der Künstler dargestellt sind. In dieser Galerie gibt es nur selten zur Schau gestellte Kunstwerke auf Papierbasis, Aquarellen, Zeichnungen und Grafikblätter, die wegen ihrer Lichtempfindlichkeit nur für eine kurze Zeit ausgestellt werden können. Für diese Ausstellung wurde eine aus derartigen Raritäten bestehende Gesamtheit konserviert und in einen ausstellungsfähigen Zustand überführt. Die Gesamtheit wird im Laufe der Ausstellung ausgewechselt. Weitere Einblicke in die Arbeit eines Künstlers bieten die alten
Meisterwerke aus dem 15. -17. Jahrhundert sowie das Studium und die Reisen finnischer Künstler ins Paris des späten 19. Jahrhunderts. Darüber hinaus lernen die Besucher die Mäzenentätigkeit von Gustaf Adolf Serlachius (1830-1901) und Gösta Serlachius (1876-1942) kennen. G. A. Serlachius freundete sich mit den Künstlern Akseli Gallen-Kallela und Emil Wikström an. Er förderte ihre künstlerische Arbeit und Auslandsreisen mit finanziellen Mitteln. Gösta Serlachius richtete eine umfangreiche Sammlung finnischer und alter europäischer Kunst ein. Im Jahre 1933 schenkte er die Sammlung einer Kunststiftung, die seinen Namen trug. Heutzutage besitzt die Gösta-Serlachius-Kunststiftung eine der größten Sammlungen von Akseli Gallen-Kallelas Werken in Finnland.
Die Kunstwerke in der Ausstellung stammen aus den stiftungseigenen Sammlungen. In der Ausstellung führen die in den Sammlungen stark vertretenden Künstler des Goldenen Zeitalters finnischer Kunst einen Dialog mit den alten Meistern aus Italien, den Niederlanden und Spanien. Damit erstreckt sich der zeitliche Bogen der Kunstwerke vom 15. Jahrhundert bis in die heutige Zeit.

Die Gösta-Serlachius-Kunststiftung hat die bedeutendsten privaten Kunstsammlungen in Nordischen Ländern.