Das im Gutshof Joenniemi untergebrachte Gösta ist ein altes, aber lebendiges Kunstmuseum, dessen Sammlung Bewunderung hervorruft. Aber lassen wir Gösta doch selbst erzählen:

„Ja, mit dem Rummel rund um das Museumswesen Finnlands kenne ich mich ja schon einigermaßen aus. Meine Tore habe ich im Jahre 1945 geöffnet. Damals war ich das siebte Kunstmuseum unseres Landes. Benannt worden bin ich nach dem Bergrat Gösta Serlachius. Er war drei Jahre vorher zu Tode gekommen und seine Witwe Ruth Serlachius traf die Entscheidung, die Kunstsammlung ihres verstorbenen Mannes im Gutshof Joenniemi öffentlich auszustellen.
Die ersten Jahrzehnte des Museums verliefen in recht ruhigen Bahnen. Anfang der 1970er Jahre begann der Sohn von Gösta, R. Erik Serlachius, meine musealischen Aktivitäten zu entwickeln und zu fördern. Der Gutshof mit seinem umliegenden Garten wurde von einer Kunststiftung erworben und für mich wurde der erste ganztägige Intendant angestellt.
In den 1980er Jahren wurden meine Aktivitäten unter Führung von Herrn Gustaf Serlachius weiterentwickelt. Zuerst wurde der Gutshof renoviert und mir komplett zur Verfügung gestellt. Meine Ausstellungsräumlichkeiten verdoppelten sich. Ich begann damit, umfangreiche Ausstellungen von Werken meiner alten Lieblingskünstler, darunter Akseli Gallen-Kallela, Hannes Autere, Jussi Mäntynen, Lennart Segerstråle und Albert Edelfelt, zu verwirklichen. Ein Teil der Ausstellungen wurde in Zusammenarbeit mit anderen Museen veranstaltet; ein Teil ist auch an anderen Orten ausgestellt worden.
Auch sonst bin ich immer viel unterwegs gewesen. Bereits in den 1940er und 1950er Jahren habe ich meine Kunstwerke in der Kunsthalle Helsinki und in den Kunstmuseen von Tampere und Turku präsentiert. In den 1980er und 1990er Jahren habe ich zahlreiche Ausstellungen im Kunstmuseum Ateneum in Helsinki, im Prins-Eugens-Waldemarsudde-Museum in Stockholm sowie im Kunstmuseum Amos Anderson in Helsinki veranstaltet. Im Herbst 1992 habe ich meine kostbaren Gallen-Kallela-Werke sogar bis nach Paris gebracht.
Jedes Jahr besuchen mich viele Gäste, ihre Anzahl variiert zwischen ca. 11.000 und mehr als 30.000. Die Besucherzahl vervielfacht sich, wenn man auch die Besucher berücksichtigt, die meine Sammlungen in den anderenorts veranstalteten Ausstellungen kennen gelernt haben. Insbesondere ist die Zahl der Gruppenbesuche in den letzten Jahren gestiegen.
Meine Sammlung habe ich speziell in den letzten Jahren stark erweitert. Ich habe die Möglichkeit gehabt, zahlreiche für die Entwicklung der finnischen Kunstgeschichte zentrale Kunstwerke anzuschaffen und auszustellen.
Zu Beginn des Jahres 2009 habe ich mich mit diesem Gustaf zusammengetan. Ich glaube, wir stehen vor einer sehr umtriebigen Zeit. Auf jeden Fall habe ich vor, immer häufiger Ausstellungen zu veranstalten. Aber ich interessiere mich auch für die modernen Formen der Museumsarbeit, die Gustaf nach Mänttä gebracht hat, darunter die unterschiedlichsten Dienstleistungsmodelle für die Besucher.
Zudem mache ich mir auch Gedanken darüber, was für Kunst ich in der Zukunft anschaffen werde. Tja, die Welt der Kunst sieht wieder mal recht rührig und interessant aus…"

Die Gösta-Serlachius-Kunststiftung hat die bedeutendsten privaten Kunstsammlungen in Nordischen Ländern.